Ein CDN muss es sein

Was tut man als Entwickler, wenn einem langweilig ist ? Richtig, man sucht sich was, womit man sich beschäftigen kann.

Gelesen hatte ich über Content Delivery Networks (CDN) bereits im Rahmen meiner Arbeit rund um das Thema Frontend Optimierung immer wieder mal. Was es ist weiß ich auch, aber verwendet habe ich es weder beruflich noch privat. Also warum nicht mal für die eigene Seite einsetzen und schauen, was so draus wird und was man damit anrichten kann.

Dieser Artikel wird keine Details enthalten, da ich mit vielen Dingen gerade selber noch rumspiele. Artikel mit den Implementierungsdetails und den gefundenen Fallstricken werden noch folgen, bzw. sind bereits in Arbeit.

Wer sich für Optimierung von Web-Frontends im Allgemeinen interessiert, dem seinen die YUI Performance Guidelines ans Herz gelegt.

Einiges daraus habe ich bereits für das Blog hier berücksichtigt, soweit es eine Standardinstallation und das vorgefertigte (aber angepasste) Layout eben zulassen, weitere Anpassungen werden aber garantiert noch folgen um alleine schon die private Neugier zu befriedigen.

Aber ich schweife schon wieder ab, also back to topic wie man so schön sagt.

Warum ein CDN durchaus Sinn machen kann, beschreiben die YUI Performance Guidelines auf kurze und einfache Weise.

Nach ein wenig Recherche über vorhandene Anbieter bin ich auf das Angebot von Amazon WS (AWS) gestoßen, welches von vielen also sehr Preiswert (gerade für den Einstieg) gelobt wird.
In Rechnung wird nur gestellt, was man auch tatsächlich verwendet, wobei die Abrechnung sich für jedes Produkt generell in 2 Teile aufteilt:

  1. Bezahlung für Requests
  2. Bezahlung für Traffic

Weitere Details über die Kosten findet man direkt auf der Webseite (S3 und CloudFront). Wer ein bisschen ausprobieren will, was an kosten auf ihn zukommt, kann sich mit dem Rechner für die monatlichen Kosten vergnügen (Berechnungsbeispiele finden sich relativ weit unten auf der Seite).

Meine aktuellen Kosten für den Februar (die Tage hab ich das CDN für meine Seite auch erst freigegeben, bzw. implementiert) belaufen sich auf aktuell 11 Dollar-cent und ich glaube, das wird für das noch recht junge Blog in dem Monat auch nicht viel mehr werden.

Für die Verwendung als CDN muss man sich für 2 Produkte von AWS registrieren, wofür allerdings eine Kreditkarte benötigt wird:

Wer ist wofür zuständig ?

Das Amazon S3 übernimmt die Datenhaltung. Hier lädt man sämtliche Inhalte hoch, die man später über das eigentliche CDN verteilen möchte, also Bilder, Videos, Texte und Dokumente, etc.

Das Amazon CloudFront übernimmt die Auslieferung der Daten in den entsprechenden Punkten auf dem Erdball (Serverzentren: USA (8x), Europa (4x), Asien (2x)).

Damit das ganze nicht missverstanden wird: Auf das CloudFront hat man direkt keinerlei Einfluss (abgesehen von Metadaten an den ausgelieferten Objekten, wie z.b. expires headern; dazu in späteren Artikeln ausführlich mehr). Die Synchronisation zwischen Amazon S3 und CloudFront erfolgt vollautomatisch, ohne dass man sich darum kümmern muss, was es sehr angenehm in der Handhabung macht.

Kommentare

  1. Hallo,
    Guter Artikel.
    Wie bzw. wo genau setzt du denn Amazon S3/CloudFront ein?
    CloudFront ist wie ich finde auch für Downloads sehr gut.
    Besonders das du nur soviel bezahlst wie du auch verbrauchst ist super.


    Markus
    9. Februar 2010

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